• Erzgebirgs-Strolche

Westies - die Entstehung

Auf den Inseln Schottlands und speziell in den Highlands hielt man schon seit sehr langer Zeit Terrier. Sie galten als die Arbeitsmeuten für Farmer und Wildhüter oder als Jagdmeuten für den Adel. Alte schottische Jagdterrier wurden von den damaligen Clans in den unterschiedlichsten Farbschlägen gehalten.

Von Cairn-Terriern abstammend gab es immer wieder Würfe mit hellen oder gar weißen Welpen. Zu der damaligen Zeit wurden speziell die weißen Terrier nicht sonderlich geschätzt. Man nahm an, dass sie nicht robust und deswegen nichts als Arbeitstier leisten könnten. Sie gar als Arbeit- oder Jagdhunde einzusetzen war zu dieser Zeit fernab jeder Vorstellungskraft.

Die Legende

Auch Colonel Edward Donald Malcom, Laird of Poltaloch, züchtete zu dieser Zeit vornehmlich Cairn-Terrier, um sie zur Jagd einzusetzen.

Besonders die Hunde, die eine dunkle Fellfarbe hatten, wurden in der Dämmerung leicht mit der zu erlegenden Beute verwechselt.
So besagt die Legende, dass Colonel Malcom einen seiner Cairn-Terrier versehentlich bei einer Jagd erschossen haben soll. Voll Ärger über dieses Missgeschick wollte der Colonel beim nächsten Wurf einen der weißen großziehen: Entgegen den Gerüchten stellte er fest, dass die weißen keineswegs schlechter als die Hunde mit dunkler Fellfarbe waren.
Die Charaktereigenschaften des Cairn-Terriers waren auch bei den weißen ebenso deutlich ausgeprägt.

Von nun an wollte Colonel Malcolm nur noch weiße Terrier züchten und sie für die Jagd einsetzen. Sie zeichneten sich doch viel deutlicher in der Dämmerung von ihrer Umgebung ab und waren schneller und leichter zu erkennen und zu unterscheiden.

Die Geburtsstunde des West Highland White Terriers

Die Hunde des Colonels wurden zunächst unter dem Namen Poltaloch-Terrier bekannt und sehr schnell geschätzt.

Colonel Edward Donald Malcolm, der 16. Laird von Poltaloch, gilt heute zumindest als Mitbegründer dieser Rasse, auch wenn er im frühen 20. Jahrhundert angab, nicht der Schöpfer dieser Rasse zu sein und sogar deren Umbenennung verlangte.

So erhielt die Rasse von nun an den Namen West Highland White Terrier (kurz: Westie), da sie im schottischen Hochland beheimatet ist und die weiße Fellfarbe eines ihrer markantesten Merkmale ist.

Bis heute hat der Westie seine grundsätzlichen Wesenszüge beibehalten.
Er ist wachsam, mutig, unerschrocken, gehorsam und ausdauernd. Durch sein dichtes Fell ist er geradezu perfekt an das raue Klima der schottischen Highlands angepasst und trotz damit auch Regen, Kälte, Schnee und Wind. Nur die hochsommerlichen Temperaturen verträgt der kleine aber ansonsten so robuste Jäger auch heutzutage noch nicht sonderlich gut.

Übrigens

Der Westie ist weder ein Schoß- noch ein Handtaschenhund. Er ist kompakt, robust, gelehrig und ausdauernd und kann Spaziergänge von mehreren Kilometern hinlegen. Selbst beim Joggen kann der kleine Begleiter mühelos mithalten.

Leider ist der Westie auch ein richtiger Modehund geworden. Leider, da eine profitorientierte Zucht Tiere hervorbringt, die weder im Verhalten noch im Charakter dem Rassestandard entsprechen und oftmals sind genetische Krankheiten damit vorprogrammiert.

Deswegen

Achten Sie bitte vor dem Kauf auf die sorgfältige Auswahl eines verantwortungsvollen Züchters.